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Vernissage 06.03., 19h–21h
Vernissage 04.07., 12h–18h

Aktuell

bis 15.02. „Immer wieder muss die Welt neu gesehen werden“. Karl Schmidt-Rottluff. Malerei, Aquarell, Sonstiges. Abb. Beschneite Zweige, Karl Schmidt-Rottluff, 1951, Öl auf Leinwand, Photo: © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Das Brücke-Museum widmet seinem Initiator, dem Künstler Karl Schmidt-Rottluff, eine umfangreiche Werkschau. Gezeigt werden rund 70 Gemälde aus den Schenkungen 1964 bis 1974 und dem künstlerischen Nachlass des Brücke-Gründungsmitglieds. So verwahrt das Museum die weltweit größte Sammlung zur Kunst Schmidt-Rottluffs.

Die Ausstellung schöpft aus diesem reichen Fundus und bietet einen Überblick über das gesamte Schaffen des Künstlers – von seinen expressionistischen Anfängen ab 1905 bis hin zum monumentalen, farb- und formstarken Spätwerk der 1960er-Jahre. Dabei zeigt sich nicht nur eine beeindruckende stilistische Entwicklung, sondern auch eine enge Verbindung zwischen Kunst und Biografie. Die Sammlungsschau wird zu einer Reise durch die Lebensstationen Karl Schmidt-Rottluffs: Geprägt vom revolutionären Geist der Brücke-Künstlergruppe, den Kriegsjahren und der Verbundenheit zu den Landschaften, die ihn umgaben, entdeckte er die Welt „immer wieder neu“. Im Zusammenspiel von pulsierenden Farben und bewusster Formvereinfachung verleiht er seinen Motiven eine emotionale Kraft, die bis heute spürbar ist.

Mit dieser facettenreichen Ausstellung ehrt das Brücke-Museum nicht nur das expressionistische Werk Schmidt-Rottluffs sowie seine großzügige Schenkung im Jahr 1964 an das Land Berlin – die Gründungsstunde des Brücke-Museums –, sondern stellt zugleich die Forschung zum Gemälde-Werkverzeichnis des Künstlers vor.

Vorschau

06.03. – 21.06. Kunst Hand Werk Brücke . Max Pechstein, Fritz Bleyl, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Gussmann, Karl Schmidt-Rottluff, Emy Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Emil Nolde, Ada Nolde, Lise Gujer, Erna Schilling, Julia Staub-Oetiker, Jeane Flieser, Helene Spengler, Leny Spengler, . Malerei, Druckgrafik, Zeichnung, Aquarell, Bildhauerkunst/Plastik, Installation, Textilkunst, Sonstiges. Abb. Stuhl II, Ernst Ludwig Kirchner, 1920, Arvenholz mit Ochsenblut gefärbt

Das Kunsthandwerk der Brücke wurde bisher wenig untersucht und ausgestellt. Dies überrascht umso mehr, haben doch Karl Schmidt-Rottluff, Ernst Ludwig Kirchner oder Emil Nolde zeitlebens neben ihren Gemälden und Druckgrafiken auch Möbel, Schmuckstücke oder Teppiche entworfen. Gerade die „Künste im Gebrauch“ spiegeln auch den innovativen Gestaltungswillen und die bewusste Abkehr von ästhetischen Konventionen wider, die für die Künstler des Expressionismus charakteristisch sind.

Die Ausstellung Kunst Hand Werk Brücke untersucht die Herstellungsprozesse und Entstehungskontexte und ermöglicht so völlig neue Perspektiven auf das Schaffen der Künstlergemeinschaft. Sie nähert sich dem Themenfeld durch die verwendeten Materialien (Holz, Metall und Textil) auf innovative Weise an und arbeitet eng mit Praktiker*innen zusammen, um die besonderen Techniken zu vermitteln.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog.

05.07. – 25.10. Brücke / Natur Natur / Brücke . Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Emil Nolde, Fritz Bleyl, Erich Heckel, Max Pechstein, Otto Mueller. Malerei, Druckgrafik, Arbeiten auf/mit Papier, Zeichnung, Aquarell, Lithografie, Linolschnitt, Bildhauerkunst/Plastik, Installation. Abb. Baumgruppe auf Fehmarn, Ernst Ludwig Kirchner, 1913, Aquarell über Kreide auf Papier

Anfang des 20. Jahrhunderts verließen Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel die Städte, um in der Natur zu malen und zu leben. In ihren Gemälden, Zeichnungen, Druckgraphiken und Aquarellen feiern sie die Landschaft, das Lebendige, den menschlichen Körper, das dynamische Sein. Die Ausstellung thematisiert das Streben der Brücke-Künstler nach einer Harmonie zwischen Mensch und Natur. Fast 100 Jahre nach der Auseinandersetzung der Brücke hat sich unser Bezug zur Natur grundlegend verändert. Was können wir von der Natur lernen? Wie kann eine neue Beziehung von Natur, Kunst und Menschheit entstehen?

Zeitgleich mit der Ausstellung eröffnet im Garten das Museums der künstlerische Lehrpfad Learning from … Nature, für den neun zeitgenössische Künstler*innen neue ortspezifischen Arbeiten  schaffen.

07.11. – 28.02.2027 Schwedische Moderne . Sigrid Hjertén, Isaac Grünewald, Nils Dardel, Henri Matisse, Leander Engström, Birger Simonsson, Einar Jolin, Gösta Sandels, Tor Bjurström, Ragnar Sandberg, Ake Göransson, Nils Nilsson, Inge Schiöler, Karin Parrow, Ivan Ivarson. Malerei, Arbeiten auf/mit Papier, Zeichnung, Aquarell. Abb. Ateljéinteriör, Sigrid Hjertén, 1916, Öl auf Leinwand, Photo: Moderna Museet

Das Brücke-Museum präsentiert die erste umfassende Schau zur Schwedischen Moderne in Deutschland. 1915 in der Berliner Sturm-Galerie als „Schwedische Expressionisten“ gefeiert, sind die Gemälde und Zeichnungen von Künstler*innen wie Sigrid Hjertén oder Isaac Grünewald heute in Deutschland nur wenigen bekannt. Dies möchte die Ausstellung ändern.

Der Schwerpunkt der Präsentation liegt auf den Künstlergruppen De Unga [Die Jungen], De åtta [Die Acht] und den Göteborg-Koloristen. Wie die Brücke-Künstler wollten auch diese sich von festgefahrenen akademischen Traditionen lösen und neue künstlerische Wege beschreiten. Die Ausstellung möchte sowohl das gemeinsame Bestreben der Gruppen veranschaulichen, als auch den vielfältigen und eigenständigen künstlerischen Entwicklungen der beteiligten Künstler*innen nachgehen. 

Gezeigt werden Schlüsselwerke aus der Sammlung des Moderna Museet in Stockholm, denn es handelt sich um den zweiten Teil des wichtigen und zukunftsweisenden Kooperationsprojekts in dem die beiden Museen ihre Sammlungen tauschen. Nachdem die Sammlung des Brücke-Museums 2024 in Stockholm zu sehen waren, präsentiert die Ausstellung Schwedische Moderne den zweiten Teil und kann so erstmalig Höhepunkte des Moderna Museets in Berlin zeigen.
 

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Moderna Museet, Stockholm. 

 

Brücke-Museum

Bussardsteig 9, B 14195

Di–Sa 11–18h