20jähriges Jubiläum der Galerie Thomas Schulte

08.07.2011
Bernhard Martin: Kulisse für etwas Unaussprechliches , 2011; Oil on canvas, 270 x 220 cm; courtesy Thomas Schulte Galerie.

Zu ihrem 20. Jubiläum versammelt die Galerie Thomas Schulte in der Ausstellung „1991...(Memorial Promenade)“ noch einmal einige der wichtigsten Protagonisten ihres Programms der ersten Stunde. Dabei stehen Rebecca Horn, Richard Artschwager, Sol LeWitt, Robert Smithson, Allan McCollum oder Gordon Matta-Clark nicht nur für einige der herausragendsten Ausstellungen der Galerie, sondern auch für die langfristigen Fundamente ihres programmatischen und künstlerischen Denkens, aus dem heraus sich neue Positionen entwickelt haben und weiter entwickeln. 

Von Beginn an war die Ausrichtung der Galerie Thomas Schulte – von 1991 bis 2001 Galerie Franck+Schulte – deutlich konzeptuell geprägt. Die Künstler der ersten Jahre (u.a. Dennis Adams, Richard Artschwager, Alighiero e Boetti, Rebecca Horn, Alfredo Jaar, Sol LeWitt, Allan McCollum, Nam June Paik, Pat Steir) einte der Aspekt der zunächst gedanklichen Ansätze. Dabei trat die Idee des Werkes in den Vordergrund mit dem Ziel, die gewohnten Sichtweisen der Welt zu hinterfragen. Wesentlich waren die Diskursbereitschaft der Künstler und ihre substantielle Wirkungsfähigkeit. So zeigt beispielsweise Nam June Paiks formaler Ansatz seine Tragfähigkeit in der Wirkung auf spätere Galeriekünstler wie Pipilotti Rist, Gordon Matta-Clark und Alighiero e Boetti sind bis heute für jüngere Künstlergenerationen feste Einflussgrößen. 

Obwohl sich das Programm der Galerie mit ihrem Schwerpunkt auf Konzeptkunst in den nachfolgenden Jahren geöffnet hat, wird die Grundposition der Anfänge durch Künstler wie Stephen Willats, Richard Deacon, Jonathan Lasker und Juan Uslé weitergeführt. Ergänzt wird diese Tradition durch zahlreiche neue Ansätze wie Fabian Marcaccio, Bernhard Martin, Idris Khan oder Michael Müller. 

Die Ausstellung „1991...(Memorial Promenade)“ trägt Positionen der Anfangsjahre in loser Mischung zusammen und bedient sich verschiedener Referenzpunkte. So dient die Wandinstallation „Memorial Promenade“ von Rebecca Horn als Untertitel der Jubiläumsausstellung nicht nur als Wegweiser, sondern ist zusammen mit den Arbeiten „Three Periods“ und „Question Mark“ von Richard Artschwager auch Beispiel erfolgreicher Vermittlung wichtiger Arbeiten in erstklassige Sammlungen. 

  

Der LVBG gratuliert seinem Mitglied zu diesem authentischen wie erfolgreichen Jubiläum!

 

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