10 Jahre VBKI-Preis BERLINER GALERIEN – Der Hauptpreis im Jubiläumsjahr geht an Super Super Markt, Anerkennungspreise erhalten die Galerien burster und GUDMUNDSDOTTIR
PRESSEMITTEILUNG
Galerienpreis 2026: Super Super Markt ausgezeichnet
10 Jahre VBKI-Preis BERLINER GALERIEN – Der Hauptpreis im Jubiläumsjahr geht an Super Super Markt, Anerkennungspreise erhalten die Galerien burster und GUDMUNDSDOTTIR
BERLIN ART WEEK: Der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) und der Landesverband Berliner Galerien (lvbg) haben – unterstützt von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe – 2026 zum zehnten Mal den mit insgesamt 15.000 Euro dotierten VBKI-Preis BERLINER GALERIEN verliehen.
Berlin, 11. September 2026. Der VBKI-Preisträger BERLINER GALERIEN 2026 steht fest. In Würdigung der Ausstellung „Volumen“ der japanisch-amerikanischen Künstlerin Adrienne Maki erhält Super Super Markt aus Mitte, gegründet 2022 von Julius Jacobi und Rory Kirk-Duncan, die zum zehnten Mal vom Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) und dem Landesverband Berliner Galerien (lvbg) vergebene Auszeichnung. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert.
Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 2.500 Euro wurden am Freitagabend bei einer feierlichen Preisverleihung im PalaisPopulaire an die galerie burster aus Kreuzberg und die GALLERY GUDMUNDSDOTTIR aus Mitte vergeben. Beide erhalten ein Preisgeld in Höhe von jeweils 2.500 Euro.
Alle drei Galerien waren im Juli von einer Fachjury für die diesjährige Shortlist des Preises nominiert worden. Bewertet wurden das eingereichte Ausstellungskonzept, die realisierte Ausstellung und der Gesamtauftritt der Galerie.
Ziel des von VBKI und lvbg seit 2017 ausgelobten Preises ist es, Berlin als international bedeutenden und wichtigen Kunstmarktstandort weiter zu fördern. Großzügig unterstützt wird der Preis von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Der VBKI-Preis BERLINER GALERIEN ist offizieller Programmpunkt der BERLIN ART WEEK 2026 (9.-13.9.).
In ihrer Begrüßung würdigten der VBKI-Kulturausschuss-Vorsitzende Prof. Dr. Stephan Frucht und der Vorsitzende des Landesverbandes Berliner Galerien Werner Tammen die gute Entwicklung des VBKI-Preises BERLINER GALERIEN seit seiner Gründung. Der seit 2017 gemeinsam ausgelobte Galerienpreis habe zu mehr Sichtbarkeit der Vermittlungsarbeit der Galerien für zeitgenössische Kunst geführt und das Bewusstsein in der Öffentlichkeit für die wichtige Rolle der Galerien für die Kultur in der Stadt geschärft. Die Galerien machen das ganze Jahr Ausstellungen, viele auf einem hohem künstlerischen und kuratorischen Niveau. Diese Ausstellungen können Besucherinnen und Besucher kostenlos besuchen. Das ist ein wichtiger Teil der kulturellen Vielfalt von Berlin.
In einem von VBKI-Kulturausschuss-Mitglied Manuel Koch moderierten Gespräch mit den Galeristen Jan-Philipp Sexauer, VBKI-Preisträger BERLINER GALERIEN 2017, und Robert Grunenberg, VBKI-Preisträger BERLINER GALERIEN 2025, hoben beide Galeristen hervor, dass der Galerienpreis ein wichtiges Zeichen für die Arbeit der Galerien setze, die oft im Hintergrund stattfinde. Der Preis mache sichtbar, wie viel kuratorische und unternehmerische Leistung hinter einem erfolgreichen Programm stehe. Institutionen, Kuratorinnen und Sammler seien durch den Preis verstärkt auf die von ihnen vertretenen Künstlerinnen und Künstler aufmerksam geworden. Das habe neue Möglichkeiten für Kooperationen und Ausstellungen eröffnet.
Die Initiatoren des Preises dankten der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe für die zuverlässige Förderung des Kunstmarktstandortes Berlin. Die Förderung sei für die Branche essenziell, insbesondere in der derzeit wirtschaftlich angespannten Zeit.
Anja Mosbeck, Jurymitglied und Künstlerische Direktorin und Koordinatorin der Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank, würdigte in ihrer Laudatio den diesjährigen VBKI-Preisträger BERLINER GALERIEN: „Die Galerie Super Super Markt verbindet unternehmerischen Mut mit kuratorischer Neugier. Sie zeigt, dass eine Galerie heute weit mehr sein kann als ein Ort, an dem Kunst ausgestellt und verkauft wird. Die klassische Galerie wird nach außen geöffnet. Neben dem regulären Ausstellungsprogramm mit begleitenden Publikationen entstehen Offsite-Projekte und Community-Veranstaltungen, auch unterstützt durch eine präzise, digitale Vernetzung. Die Galerie versteht sich ausdrücklich als Community, die eine Möglichkeit schafft, Ideen und Projekte dynamisch auszutauschen und einen offenen, einfacheren Zugang zur Kunst zu schaffen, der weniger exklusiv und stärker auf Austausch und Zusammenkommen ausgerichtet ist. Dabei ist es der Galerie gelungen, ein internationales Programm zu entwickeln, das zugleich risikofreudig und präzise, offen und klar profiliert ist. Das ist eine Qualität, die wir in Berlin brauchen.“
Der Fachjury 2026 gehören an:
Robert Grunenberg, Inhaber Galerie Robert Grunenberg und VBKI-Preisträger BERLINER GALERIEN 2025, Manuel Koch, Gründer und Geschäftsführer MK Inside Wirtschaft und Mitglied im VBKI-Kulturausschuss; Anja Mosbeck, Künstlerische Direktorin und Koordinatorin der Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank, Bernhard Schulz, freier Autor für FAZ, Monopol online, Tagesspiegel, taz u. a.
Die nominierten Galerien:
Die galerie burster ist eine Galerie für zeitgenössische Kunst mit Sitz in Berlin und Karlsruhe. Gegründet wurde die Galerie 2014 von Rita Burster in Berlin; 2018 eröffnete der zweite Standort. Die Galerie befindet sich in der Markgrafenstraße 68 in Kreuzberg. Das Galerieprogramm konzentriert sich auf zeitgenössische, überwiegend junge und international arbeitende Künstlerinnen und Künstler, deren Praxis sich mit gegenwärtigen gesellschaftlichen, räumlichen und medialen Fragestellungen befasst. Zur BERLIN ART WEEK zeigt die Galerie unter dem Titel „TRACE METALS“ (10.9.-24.10.2026) eine internationale Gruppenausstellung, kuratiert von Bram Braam und Stephen Burke. Die Ausstellung bringt mit Clemens Behr, Marc Bijl, Bram Braam, Stephen Burke, Cosimo Casoni, Julia Eicher, Tabata von der Locht und Rutger de Vries künstlerische Positionen zusammen, die sich mit urbanen Oberflächen, Spuren öffentlicher Räume, Materialität, Abstraktion und den gesellschaftlichen Bedeutungen von Stadt auseinandersetzen.
Gallery Gudmundsdottir ist eine Galerie für zeitgenössische Kunst mit Sitz in der Joachimstraße 17 in Mitte. Sie wurde 2020 von der isländischen Kuratorin, Musikwissenschaftlerin und Geigerin Gudny Thora Gudmundsdottir gegründet. Die Galerie vertritt nordische und internationale Künstlerinnen und Künstler, deren forschungsbasierte und interdisziplinäre Praktiken sich mit gesellschaftlichen, ökologischen und politischen Fragestellungen auseinandersetzen. Das Programm umfasst Skulptur, Installation, Film, Performance und Klang. Die zur BERLIN ART WEEK präsentierte Einzelausstellung „RHETORICAL SILENCE“ von Mathias Gramoso (9.9.-24.10.2026) untersucht Wahrnehmung unter Bedingungen radikaler sensorischer, kommunikativer und sozialer Reduktion. Das Werk entfaltet sich in zwei Phasen: einer Live-Performance, in der der Künstler sieben aufeinanderfolgende Tage in einer abgeschlossenen begehbaren Sphäre verbringt, gefolgt von einer Ausstellung, die die Sphäre selbst sowie die während dieser Zeit entstandenen akustischen, visuellen und materiellen Spuren präsentiert.
Super Super Markt wurde 2022 von Julius Jacobi und Rory Kirk-Duncan gegründet, mit der Intention, eine interaktive Plattform zu entwickeln, die zeitgenössische Kunst zugänglicher macht und die Arbeit einer neuen Generation internationaler Künstlerinnen und Künstler fördert. Super Super Markt begann als nomadisches Ausstellungsprojekt in temporären Räumen. Im Jahr 2024 eröffnete die Galerie permanente Räume in der Brunnenstraße 22 in Mitte . Zur BERLIN ART WEEK präsentiert sie unter dem Titel „Volumen“ die erste Einzelausstellung der japanisch-amerikanischen Künstlerin Adrienne Maki in Europa. Makis malerisches und skulpturales Werk bewegt sich im Spannungsfeld dreier ästhetischer Traditionen: dem russischen Konstruktivismus, japanischer Industriearchitektur sowie dem amerikanischen Abstrakten Expressionismus in seiner Annäherung an den Minimalismus. Die Arbeiten für die Ausstellung sind während eines zweimonatigen Aufenthaltes der Künstlerin vor Ort in Berlin entstanden, wo sie eine neue Werkgruppe aus Malereien auf Leinwand, aufgezogen auf handgefertigte Holzkonstruktionen entwickelt hat.
Den VBKI-Preis BERLINER GALERIEN erhielten bisher die Galerien Sexauer (2017), Daniel Marzona (2018), Schwarz Contemporary (2019), ChertLüdde (2020), Alexander Levy (2021), Thomas Fischer (2022), Office Impart (2023), Anton Janizewski (2024) und Robert Grunenberg (2025). Mit dem 2021 vergebenen Sonderpreis DIGITALE GALERIEFORMATE wurde die Galerie Barbara Thumm ausgezeichnet.
Eine filmische Würdigung der drei Finalisten finden Sie unter www.vbki-preis-berliner-galerien.de/aktuelles
Der Film entstand während des Juryrundgangs durch die Galerien und wurde ermöglicht durch die BSK Immobilien GmbH & Frank Schroeter.
Zum VBKI: Der 1879 gegründete VBKI ist mit derzeit 2.300 Mitgliedern ein wichtiges Forum und bedeutendes Netzwerk der Berliner Wirtschaft und Gesellschaft. Der Verein ist vielfältig engagiert, auch und gerade in der Kulturförderung. Gemeinsam mit dem lvbg hat er den mit insgesamt 15.000 Euro dotierten VBKI-Preis BERLINER GALERIEN im Jahr 2017 ins Leben gerufen, der in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen wurde.
www.vbki.de
Zum lvbg: Der lvbg, gegründet 1995 als Nachfolger der West-Berliner Interessengemein-schaft Berliner Kunsthändler, vertritt die Galerien in Berlin und Region und setzt sich auf kultur- und wirtschaftspolitischer Ebene für die nachhaltige Entwicklung des Standortfaktors Kunst in Berlin ein. Er ist in zahlreichen Gremien der Kulturpolitik präsent und pflegt die Netzwerkbildung mit weiteren Partnern der Kunst. Derzeit hat der lvbg über 80 Mitgliedsgalerien.
www.berliner-galerien.de/de/verband-aktuell
Für Pressematerial zu den Galerien und Ausstellungsvorhaben wenden Sie sich bitte direkt an dienominierten Galerien.
Presseanfragen zum VBKI-Preis BERLINER GALERIEN richten Sie bitte an:
Sebastian Thomas, VBKI, 030 - 72 61 08 17, presse@vbki.de
Weitere Informationen zum VBKI-Preis BERLINER GALERIEN finden Sie unter:
Landesverband
Berliner Galerien e.V.
Kalckreuthstraße 15
10777 Berlin
lvbg@berliner-galerien.de
T: +49.30.310197–14
F: +49.30.310197–15
Vorstand
Werner Tammen
(Vorsitzender)
Andreas Herrmann
(stellv. Vorsitzender)
Nana Poll
Ehrenpräsidenten
Georg Nothelfer †
Eva Poll
Michael J. Wewerka